Donnerstag, 27. März 2014

Berge des Wahnsinns - Ankunft in New York

Hier die Übersicht der Berichte und Materialien zur Kampagne.

Nach dem Vorgeplänkel ging es in unserer zweiten Session mit den eigentlichen Vorbereitungen für die Expedition los. Bevor ich das Wort wieder an Dr. Martin Burroughs abgebe, möchte ich ein paar erste Eindrücke aus Spielleitersicht nach 2 Sessions loswerden. Wobei ich mich bewusst wage halte, da meine Spieler mitlesen.

Die Kampagne hat wirklich sehr viele Handouts und das ist nicht immer vorteilhaft. Besonders wenn die Handouts länger sind, gerät der Spielfluss gerne ins Stocken. Dazu kommt, das viele Detailinformationen in den Handouts die Spieler gerne auf eine "falsche Fährte" lenken. So ein Red Hering ist mal ok, sollte aber nicht zur Regel werden. Also musste ich an einigen Stellen etwas stärker improvisieren, was bei einer so ausgearbeiteten Kampagne ziemlich knifflig sein kann. Schließlich möchte man sich nicht in Widersprüche verstricken. Bisher hat aber alles funktioniert und spätestens im Eis sollten die Charaktere keine Briefe, Listen und Zeitungsausschnitte mehr finden, oder?
Der "Fließtextstruktur" des Abenteuers und den parallelen Handlungsstränge in verschiedenen Kapiteln hab ich es zu verdanken, das ich inzwischen schon zwei wichtige Information (Ich nenne es mal "Core Clue") übersehen habe und über Umwege an die Spieler bringen musste. 
Das ist zwar alles etwas ärgerlich, dennoch macht mir die Kampagne Spaß und ich freu mich schon auf die nächsten Sessions. Die Spielercharaktere bekommen immer mehr Gestallt und spätestens im Eis wird die Struktur auch offener.

Jetzt aber wieder zu den Aufzeichnungen von Dr. Martin Burroughs (inkl. SL Kommentare)

Juli 1933
Die Suche nach Danforth war ein Reinfall. Das Arkham-Sanatorium kann offensichlich nicht auf seine Insassen aufpassen. Geflohen aus unbekanntem Grund und nicht wieder aufgetaucht, mehr konnte uns der Direktor des Instituts nicht berichten. Unsere einzige Spur war die Information, dass Danforth noch am Abend seiner Flucht in der Miskatonic Universität eingebrochen ist. Wie ich später feststellte, zerbrach er dabei ein sternförmiges Fossil, da er wohl stehlen wollte.
Tyler zeigte mir noch einige Zeichnungen, die er in Danforths Akte im Sanatorium gefunden hatte. [Tyler hat sich in das Büro des behandelnden Arztes geschlichen und die Zeichnungen mitgehen lassen. Da ihm der Skill Locksmith fehlt, durfte er die einzige Probe des Abends erfolgreich ablegen: erschwerte Mechanical Repair] Sie zeigen wahrscheinlich den Fundort und einige der fremdartigen Tiere, die Professor Lake entdeckt hatte. Warum hat er das gezeichnet? Und was wollte er mit dem Fossil? Zu dumm, das wir Danforth nicht nach Details fragen konnten.
Was läuft er auch verwirrt und kaum bekleidet ausgerechnet im Winter weg? Wenn er nach über einem Jahr nicht aufgegriffen wurde, müssen wir wohl davon ausgehen, dass er nicht mehr lebt.

1.-2. September 1933
Es geht los. Die Sachen sind gepackt und morgen reise ich nach New York, erst einmal ins Hotel, bis unser Schiff, die Gabrielle, dann in zwei Wochen in See stechen wird.

Das Hotel lässt nichts zu wünschen übrig, aber unser Schiff hatte ich mir irgendwie beeindruckender vorgestellt. Ich hoffe, die Expedition hat hier nicht am falschen Ende gespart.

Gleich am ersten Tag mussten wir zu Anprobe von entsetzlich unbequemer Expeditionskleidung. Beim Kennenlernen der anderen Expeditionsteilnehmer hatte Moore dann Aufgaben verteilt. Tyler kümmert sich wohl im die Flugzeuge, Lindström macht sicherlich auch etwas wichtiges und ich muss Ausrüstungslisten abharken. Elf verdammte Seiten mit Ausrüstung! Hoffentlich dankt mir später jemand, dass wir nun doch Ölsardinen und nicht, wie fälschlich geliefert, Sardinenöl mitführen werden. [Normalerweise beginnt hier der "Frachtlistenhorror". Anstatt, wie eigentlich vorgesehen, alle Listenpunkte abzuprüfen, habe ich einen Vorschlag aus der Konvertierung übernommen: Die Überprüfungen wird kurz in einer Montage zusammengefasst. Und nach dem Aufbruch werden an entsprechenden Stellen Flashbackszenen eingebaut, in denen die Spieler die Fehler beseitigt haben können. Das Vorgehen hat den zusätzlichen Vorteil das Eigenschaften, die in der Antarktis eigentlich ziemlich unnütz sind, zum Einsatz kommen werden] 

Reporter interessieren sich sehr für unsere Expedition und ich habe ein Interview gegeben. Eigentlich kümmert sich Starkwaether um die Presse, aber ich denke, der wissenschaftliche Standpunkt ist für sie auch wichtig.

4.-5. September 1933
Nach dem Zwischenfall heute um 6 Uhr früh muss ich meine Meinung über Starkwaether revidieren. Ein unmöglicher Mensch, der rumgebrüllt hat, nur weil eine andere Expedition jetzt einige Tage früher startet und von einer Frau geleitet wird. Gegen meine ausdrückliche Empfehlung müssen wir nun auch früher aufbrechen und zudem wird uns noch eine Biologin begleiten – und ich wurde als der Biologe der Expedition noch nicht einmal gefragt! Ich werde klar stellen müssen, dass sie mir assistieren kann und ich nicht etwa ihr Assistent bin.

Mir wurde heute eine anonyme Warnung zugespielt, nicht die Expedition zu begleiten. Wenn ich raten sollte, würde ich sagen, dass war Danforth. Aber wieso? Will er doch noch selbst über die fremdartigen Wesen publizieren? Oder ist er einfach immer noch verwirrt? Mehr Sorgen macht mir unser überstürzter für morgen geplanter Aufbruch.

Über das Motiv der anderen Expedition mache ich mir so meine Gedanken. Was ist deren Ziel? Wollen sie auch die fremden Wesen finden, die Lake – offenbar nicht mehr ganz bei klarem Verstand – mit Abbildungen aus einem Necronomicon genannten okkultistischem Machwerk verglichen hat. Zugegeben, die Zeichnungen erinnert etwas an das Voynich-Manuskript, aber was heißt das schon alles. Ich bin müde und die Tage der Vorbereitung sind doch ungewohnt anstrengend. Auf der Reise wird noch genug Zeit sein, darüber nachzudenken.

6. September 1933
Und jetzt auch noch ein Toter! Der ehemalige Kapitän der Expedition von 1931 sollte uns begleiten und hätte sicherlich helfen können, den Weg von Professor Lake nachzuvollziehen. Doch hat man ihn heute tot aus dem Hafenbecken gezogen. Was hat das zu bedeuten?

Kommentare:

  1. ... und niemand schreibt Dir nen Kommentar! :)
    Ich habe von Dirk erfahren, dass ihr diese Kampagne nun angeht, und ich bin ja SOOO neidisch! - Dabei habe ich sie ja schon selbst als Spieler erlebt. :) Ich wünsche auf jeden Fall unglaublich viel Spaß dabei. Wenn ich mal groß bin, dann werde ich die Kampagne auch leiten. Den kompletten Stoff habe ich ja hier. Um so schöner ist es, hier bei einer ToC-Erfahrung mitlesen zu können.

    -rillenmanni

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    1. Danke für den Kommentar ^^
      Als Spieler würde ich die Kampagne auch gern mal mitmachen, in sofern bin ich auch etwas neidisch :)
      Der Bericht zur dritten Session ist übrigens schon in Arbeit!

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