Sonntag, 27. April 2014

Berge des Wahnsinns - Letzte Vorbereitungen

Ich habe eine Übersichtsseite für alle Kampagnenberichte angelegt. So findet man nun alle Teile, chronologisch sortiert, an einer Stelle. [Spielleiterkommentare, wie immer, im layoutzerstörenden Blau.]

In seinen Brief erwähnte Kapitän Douglas einen Deutschen, der im selben Hotel unterkam und ihm ziemlich auf die Pelle gerückt ist. Die Expeditionsteilnehmer folgten der Spur und konnten im Westbury Hotel seinen, höchstwahrscheinlich falschen, Namen Anthony Sothcott und eine eine grobe Beschreibung erhalten. Gegen etwas Kleingeld [Punkteinsatz Bargain oder Credit Rating, ich weiß nicht mehr genau :)] konnte eine Schriftprobe Sothcotts, in Form einer Gästebuchseite, erbeutet werden. Es kam der Verdacht auf, das der "Deutsche" von Lexington beauftragt worden sein könnte. Zumindest lässt die Teilnehmerliste der Expedition darauf schließen, das mindestens 3 ihrer Männer deutscher Herkunft sein könnten.
Danach machte sich die Gruppe daran, mehr über ihre Konkurrentin Acacia Lexington zu erfahren. Aus alten Zeitungsartikeln konnten sie herausbekommen, dass Lexington 31 Jahre ist, aus guten Haus stammt und sie das Geschäft ihres Vaters P.W. Lexington, nach seinen Selbstmord, 1921 übernommen hat. In einen der Zeitungsartikel zu Lexington's Ableben wird über einen Raubmord spekuliert. Angeblich sei eine besondere Ausgabe des Buches “Die denkwürdigen Erlebnisse des Arthur Gordon Pym” von Edgar Allen Poe gestohlen worden. Interessanterweise erwähnte Kapitän Douglas in seinen Brief, das der Deutsche immer wieder nach einen Pym fragte [Wieder ein, durch Spieler selbst entdecktes, Puzzleteil in den Handouts. Schöner "Aha Moment"]. Die gefundenen Hinweise spornten die Spieler dazu an mit Lexington selbst in Kontakt zu treten. Lange wurde darüber debattiert, wie man ein Treffen arrangieren sollte. Mit ein wenig Beinarbeit [Streetwise, Flattery] erfuhr die Gruppe von einer "Aufbruchs-Gala" der Lexington Expedition mit deren Teilnehmern, Presse und Sponsoren am nächsten Tag. Der grobe Plan sah vor, sich irgendwie in diese Veranstaltung "einzuladen".
Mit der Hilfe von Prof. Moore konnte die Gruppe zwar keine Einladung zu Mrs Lexington's Gala ergattern, dafür aber einen persönlichen Termin mit ihr vereinbaren.
[Die Spieler verfolgten verschiedene Pläne um mit Lexington in Kontakt zu treten. Die Ideen reichten von einen Spitzel-Angebot an Lexington bis zum simplen Anklopfen. Die von den Spieler vermutete Aufbruchs-Gala erschien mir am plausibelsten. Leider musste der Faceman der Gruppe (Ace) frühzeitig weg, weshalb ich die Spieler wieder auf den ursprünglichen Kampagnenplot gerailroaded habe. Jetzt im Nachgang betrachtet wäre die, von den Spielern erdachte, Gala sicherlich cooler gewesen.]
Der Termin am nächsten Tag brachte die Erkenntnis, das Ms. Lexington eine äußerst ehrgeizige und zielstrebige Person ist. Auch bestätigte sich das eisige Verhältnis zwischen Lexington und Starkweather. Eine Nachfrage noch eventuellen Problemen während der Vorbereitungen wurde mit dem Hinweis, das gravierende Fehler bei ausreichender Vorbereitung nicht vorkommen, abgeschmettert. Von Sabotage oder Logistikproblemen ganz zu schweigen. Das Interesse der Gruppe an den Nicholas Roerich Bildern und der Piri Reis Karte, die das Büro schmückten, konnte das Gesprächsklima aber wieder etwas auflockern [Einsatz von Assess Honesty, Flattery und Reassurance].
Nach dem Gespräch ging es wieder pünktlich zurück ins Hotel. Die Expeditionscrew will es sich, eine Nacht bevor in See gestochen wird, schließlich nochmal richtig gut gehen lassen.
[Die Spieler hatten sichtliches Vergnügen an den realen Referenzen dieser Session. (Poe's Pym Geschichte, die Roerich Bilder und Piri Reis Karte in Lexington's Büro) Auch macht sich bemerkbar das die Ressourcen in Form der Investigative Abilities langsam knapp werden und die Spieler abwägen, wann ein Punkteinsatz wirklich erwünscht wird.]

Übrigens: Der Ex-Polyederpodcaster Markus hat jetzt ein Blog. Darin schreibt er auch über seine Eindrücke als Spielleiter der Kampagne.

1 Kommentar: