Freitag, 13. März 2015

Berge des Wahnsinns - Der Turm Teil 1

Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.
[Spielleiterkommentare in blau]

[Ab hier geht es mit dem dritten Band der Kampagne los. Diesen habe ich auf den Turm reduziert und wir haben das ganze an einen Abend durchgespielt. Da die Session etwas länger als üblich war werde ich das Finale in 2 Berichte aufteilen.]
Starkweather, Burroughs und Sinclair eilten sofort zum Flugzeug. Lopez hat den verletzen Gilmore ins Lager gebracht und Ace, den Piloten, gerufen. [Schneller vom Spieler initialisierter Charaktertausch]  Sofort startete er, mit Starkweather als Co-Pilot, das Flugzeug. Er nahm Kurs Richtung Hinterland, wohin die Polwesen mit Moore verschwanden. Bald waren die Wesen in der Ferne zu sehen und man überlegte kurz sie einzuholen und anzugreifen. Gemeinsam entschieden sie sich aber lieber auf Nummer sicher zu gehen und möglichst unentdeckt auf Abstand zu bleiben. Während des Fluges kramte Burroughs im Flugzeug nach Benzin oder Sprengstoff und er fand eine Stange TNT. [Sehr gutes Prepardness Ergebnis]
Je weiter sie flogen, desto dichter wurden die Wolken. Irgendwann öffnete sich die Wolkenschicht und vor ihnen breitete sich ein großer Tal aus, Hinter dem Tal lag eine gigantische Bergkette, deren Gipfel unnatürlich, planmäßig, symmetrisch wirkten und bis ins All zu ragen schienen.
Wie ein schwarzer Obelisk stand ein Turm in der Mitte des Tals. Er war fünseitig, spitz zulaufend und seine Wände waren schmucklos glatt. Seine Höhe war aufgrund der absurden Verhältnisse nicht abschätzen. An seiner Spitze schillerte ein blaues Licht. [Ich hielt mich hier an die Buchbeschreibung. Allerdings frage ich mich, warum die Beschreibung des Turmes nicht auf das schicke Cover des Bandes angepasst wurde?] Umrahmt wurde das Tal von einer runden Wand aus Wolken, die nur durch das absurde Gebirge aufgetrennt wurde.
Während des Anflugs huschte ein weißes Flackern über die Turmspitze und plötzlich breitete sich eine Welle von bernsteinfarbenen Licht vom Turm aus. Als die Welle das Flugzeug erreichte, wurden alle von Insassen von einer unerklärlichen Furcht erfasst und für einen kurzen Moment schien es, als würde sich der Boden unter und die Berge vor ihnen bewegen. Nach diesem Schrecken flog Ace, auf der Suche nach einen geeigneten Landeplatz, eine Runde um den Turm herum. Von der Nähe schätzen sie ihn auf eine Höhe von mindestens 150m. Das Gelände um den Turm war sehr rau und uneben und Ace musste all sein Können unter Beweis stellen, um keine totale Bruchlandung hinzulegen. [Pilot Probe gegen 6. Er schaffte nur eine 5, was noch Konsequenzen haben sollte]  Die Insassen wurden glücklicherweise nicht ernsthaft verletzt, aber ohne große Überprüfung war klar, dass das Flugzeugs so nicht sofort wieder starten konnte. Viel Zeit wurde aber nicht am Flugzeug verloren, schließlich wollte man Professor Moore retten. Also machten sich die vier auf den Weg zum Turm.  Als sie nur noch knapp 500m vom Turm entfernt waren, gab es wieder einen Lichtblitz. Für einen kurzen Moment erstrahlte das Tal im leuchtenden grün eines Dschungels und die Sonne schien ihnen wärmend in die Gesichter. Doch dann holte sie wieder die eisige Realität der Antarktis ein. Verwirrt schritten sie weiter auf den unheimlichen Turm zu.
Vorsichtig betraten sie die stockfinsteren Gänge des Turms. Je weiter sie kamen, desto wärmer wurde es und im ersten Raum fanden sie 2 "Mäntel" der Polwesen. Über eine wendeltreppenartige Rampe bewegten sie sich weiter nach oben bis sie eine große Kammer erreichten. In der Mitte der Kammer gähnte ein runder, 3m durchmessender Schacht nach unten. Aus dem Schachte schien ein schwaches, orangerotes Licht in den Raum hinein und auf dem Boden der Kammer war eine unglaublich detaillierte und kunstfertige Karte der näheren Umgebung abgebildet. Man konnte die Berge des Wahnsinns und die Stadt ausmachen. Der Turm befand sich nah dem Schacht, der sich wiederum direkt hinter dem unglaublich gigantischen Gebirge lag, das den Schacht einzurahmen schien. Die vier wollten aber lieber gar nicht darüber spekulieren, was sich wohl wirklich hinter den Bergen befand, sondern machten sich auf weiter auf den Weg die Wendelrampe hoch. Bis zu einen Raum, in dem die Rampe sich völlig frei und ohne Geländer um eine Säule schlängelte. Die Säule befand sich in der Mitte des Raumes und der Rest des Raumes war von bläulich leuchtender Kristalle erfüllt. Die Kristalle schienen strukturiert, aber doch chaotisch angeordnet zu sein und bildeten ein verwirrendes Geflecht. Die prismatischen Lichtspiegelungen der Kristalle waren atemberaubend schön, aber zugleich auch unirdisch und fremdartig. Vorsichtig gingen sie die schmale Rampe weiter hoch und während Burroughs hinten mahnte man solle nichts anzufassen, konnte Ace der Versuchung nicht widerstehen und berührte einen Kristall. Sofort brach er zusammen und musste von seinen Begleitern festgehalten werden um nicht von der Rampe zu stürzen. Dr. Sinclair schloss auf einen Schock, konnte ihn aber nach kurzer Zeit wieder ins Bewusstsein holen. Während seiner Abwesenheit wurde Ace von Eindrücken und Emotionen überwältigt und als er erwachte war ihm nur noch wenig davon bewusst. Eins war ihm aber völlig klar: Das bedrohliche Wesen aus der "Traumreise in die Vergangenheit" hat ihn wieder erkannt und es war auf eine furchterregende und verstörende Art froh darüber das er da war.
[Diese Szene hat mir in meinen Vorbereitungen wirklich Kopfschmerzen bereitet. Die Kampagne sieht eigentlich vor, das ein Charakter die Rolle des Stummen Zeugen übernimmt. Es wird hier (ausnahmsweise mal) offen gelassen ob dieser vom SL bestimmt wird oder der erste Kristallanfasser ist. 
Dieser Stumme Zeuge bekommt nun alle wichtigen Hintergründe und Informationen zum Turm und dem Finale. Natürlich ohne das die anderen Mitspieler davon etwas mitbekommen. Gleichzeitig ist er aber faktisch auf dem Abstellgleis geparkt, da er "keine verständlichen Worte und Gesten mehr hervorbringen kann und ebenso nicht versteht was seine Begleiter sagen". Diesen Zustand behält der Charakter bis zum Zeitpunkt X bei, um dann alles Wichtige/Fehlende zu erklären und den Plot zu lösen.
Das ist ja mal richtig clever: Ein Deus Ex Machina, der kein NSC ist! 
Für mich war klar, das der Zeuge in dieser Holzhammerform nicht vorkommen wird. Geheiminformationen und Spieler "bei Seite nehmen" ist nicht mein Stil. Die Frage die sich mir nur stellte: Was machst du dann? Und zur eigentlichen Spielrunde hatte ich darauf keine endgültige Antwort, sondern nur so ein paar Ideen. Am Ende hat erfreulicherweise der Charakter, der bereits in der John Malkovic Reise Kontakt zur großen Bedrohung hatte, den Kristall angefasst und ich konnte die Eindrücke darauf beziehen. Viel mehr als oben habe ich auch gar nicht beschrieben. Und das war wahrscheinlich auch  eine der bestmöglichen Lösung, denn es hat ausgezeichnet funktioniert. Ich habe wenige Antworten zum Turm gegeben, ein wenig verunsichert, und den Spielern trotzdem später bei der Interpretation des Finales geholfen.]




Kommentare:

  1. Hallo purpltntcl!
    Ich lese deinen Spielbericht sehr gerne und bin erst vor ein paar Wochen auf deinen Blog gestoßen. Konnte also in Ruhe deine Einträge lesen und musste nicht all zu lange auf Nachschub warten :)

    Ich habe mir den Sammelband bestellt (und hoffe er wird auch irgendwann mal fertig) und bin heiß darauf BdW mit meinen Spielern zu meistern. Denke ich profitiere von deinem Bericht und kann einige Stolpersteine des Abenteuers Dank deinem Bericht umgehen.

    Hoffe du hast auch nach dem Ende der Kampagne die Lust und Zeit weitere Spielberichte zu schreiben.

    Grüße
    ein begeisterter Leser

    P.S. Bei der Übersicht der Berichte ist der letzte Eintrag nicht aufrufbar

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    1. Hi,
      freut mich das dir meine Berichte gefallen. Und wenn sie dir später für deine eigene Kampagne helfen, umso besser! Wenn ich mit dem Bericht zum Finale fertig bin, wollte ich noch etwas zu meinen Vorbereitungen und zur Kampagne allgemein schreiben.
      Jetzt ist für mich erstmal SL Pause angesagt und wir spielen ein paar Oneshots. Im Sommer geht es dann mit der Eternal Lies Kampagne weiter. Ich denke dazu wird es dann auch wieder Berichte geben.

      Und danke für den Hinweis mit dem Link. der Fehler ist behoben.

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