Sonntag, 29. März 2015

Berge des Wahnsinns - Eindrücke zum zweiten Kampagnenband Teil 1

Hier die Übersicht der Berichte und Materialien zur Kampagne. Meine Eindrücke zum ersten Kampagnenband findet man hier.

Als wir den ersten Band der Berge des Wahnsinns Kampagne abschlossen, dachte ich das "Schlimmste" wäre vorbei. Mit dieser Erwartung lag ich leider ziemlich daneben. 

Hier möchte ich aber zuerst einmal ein paar Worte zum, meiner Meinung nach recht gelungenen, Anfang des zweiten Bandes loswerden:
Der Brand im Lexington Lager geht für mich in Ordnung. Die Szene bringt ein wenig Action und Paranoia nach der Ankunft im Eis. Leider ist die Ursache für den Schneekoller der beiden Brandstifter (ein Alptraum Zauber von Danforth/Williams) irgendwie sehr gewollt und auch nicht wirklich aufklärbar. Die Trail of Cthulhu Konvertierung schlägt als Alternative vor, dass Danforth/Williams die beiden Täter unter Halluzinogene setzte. Mir gefällt diese Lösung besser. Da meine Spieler nicht weiter in diese Richtung ermittelten, war es aber eigentlich auch egal.

Dann geht es in Lake's Lager. Auch der Teil gefällt mir gut. Es hat viel Spaß gemacht die Spieler bei den Ausgrabungen zu beobachten und ihren Schlussfolgerungen zu folgen. Im Spielbericht schrieb ich bereits, das die Karte fleißig von den Spielern bekritzelt wurde. Hier das Endergebnis (Achtung Spoiler):


Eher unschöne Punkte in Lake's Lager (zum Teil bereits hier erwähnt):
Die Ausrichtung der Karte nervt! Wie auf dem Screenshot zu erkennen, ist Norden auf der Karte oben links, der magnetische Südpol liegt aber wiederum unten auf der Karte. Das ist vielleicht realistisch, führt aber zu häufigen Verwirrungen. Warum ist die Karte nicht wenigstens nach einem Norden ausgerichtet?
Die Beschreibung der Wesen und mögliche Untersuchungsergebnisse sind über verschiedene Kapitel und Bücher (Malleus) verteilt. Als ergiebigste Quelle hat sich für mich der Roman selbst herausgestellt. Und der Roman ist nicht wirklich spielleiterfreundlich.
Das Zusammentreffen und die Zusammenarbeit mit den Deutschen verläuft leider etwas gezwungen. Im Nachhinein würde ernsthaft in Betracht ziehen, die Deutschen komplett aus der Kampagne zu streichen.
Die vorgeschlagene Möglichkeit, die Berge unterirdisch zu Überwinden ist als Idee wirklich schön. Allerdings bringt die Option zwei große Probleme mit sich: Der Weg ist extrem tödlich und wenn der Weg genommen wird, funktioniert der komplette Plot nicht mehr! Alles was nach Lake's Lager passiert, sieht einen Überflug der drei Expeditionen über die Berge vor. Vorschläge für den Kampagnenverlauf für die Alternativroute werden nicht gegeben! Wirklich Schade, dass das hier nicht zu ende gedacht wurde.

Trotz der Mängel war der Beginn des zweiten Bandes recht einfach vorzubereiten und hat mir als SL viel Spaß gemacht. Leider kann ich das vom Rest des Bandes nicht behaupten, aber dazu schreibe ich später etwas.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen