Sonntag, 1. März 2015

Berge des Wahnsinns - Gefangen unter der Stadt

Hier die Übersicht der bisherigen Berichte.
[Spielleiterkommentare in blau]

Der Eingangsbereich der Höhle fiel in sich zusammen. Schnell eilten sie tiefer um Schutt und Felsen zu entgehen. Ace erlitt einige Wunden von den Einsturz, die anderen kamen aber mit dem Schrecken und einen kräftigen Husten davon. Der Eingang war versperrt und so wie es aussah, war graben keine Option. Aber es gab auch eine gute Nachricht: In dem gefundenen Beutel befanden sich die gesuchten Flugzeugteile!
Auf der Suche nach einen anderen Ausgang, wagten sie sich tiefer in die Höhle. Nach einigen Schritten wirkte der rutschige, glatte Gang wie in den Fels geschmolzen oder geschnitten. Über verschiedene Höhlen und Gänge bewegten sie sich immer weiter nach unten, wo es wärmer und feuchter wurde.
Dann erreichten sie eine Höhle, deren einziger Ausgang ein 4m tiefer Schacht nach unten war. Von unten strömte ein feuchtwarmer Geruch von Fisch und Guano zu ihnen empor. Vorsichtig kletterten sie nach unten und fanden einen großen Höhlenraum, in dem sich zahlreiche 3er und 4er Gruppen der weißen, augenlosen Riesenpinguine befanden. Einige der Pinguine waren an die 2m hoch. Vorsichtig tasten sich die Gruppe an der Höhlenwand entlang und gelangen schließlich an einen schmalen Durchgang. Auf der anderen Seite fanden sie zahlreiche tote Fische zu einen Haufen zusammengepfercht.
Nach einigen Gängen erreichten sie eine riesige Höhle. Aus der Ferne hallte leises Plätschern und andere, durch das Echo unkenntliche gemachte Geräusche zu ihnen. Die Decke war nicht zu sehen. Ihr einziger Bezugspunkt war die Wand nach links und rechts. Die Gruppe entschloss sich dazu die Wand nach links abzugehen. Nach ungefähr einer Stunde konnten sie das Ufer einer Sees ausmachen und als sie um eine Biegung kamen war eine ungewöhnliche, schwache Lichtquelle über den großen See zu erkennen. Am Ufer war eine gackernde kleine Kolonie Riesenpinguine zu erkennen. Von der Wandseite war ein "walzendes" Geräusch auszumachen. Wagemutig schlich Vincent voraus und konnte im schwachen Licht einen Ausgang entdecken, aber leider auch jede Menge Shoggothen. [Ich spar mir hier die stimmungsvolle Beschreibung der Situation. Vincent hat den Stabilitätswurf mit Bravour geschafft.]
Zurück bei den Anderen wägte man unterschiedliche Pläne ab. Am Schluss entschied man sich Dr. Meyer's Vorschlag: Die Pinguine schienen den Shoggthoen ziemlich egal zu sein. Also mischt man sich unter die Pinguine und versucht sie Richtung Ausgang zu lotsen. Zum Anlocken der Pinguine besorgte sich die Gruppe einige Fische aus der entlegenen Höhle. Dr Rielke war zwar überhaupt nicht begeistert von dieser Idee, konnte aber überzeugt werden.
Der Plan funktionierte wie erwartet. Die Polarparkas mussten zwar etwas unter den Schnäbelpicken leiden und der Weg zwischen diesen widerwärtigen, schnaubenden Titanen (und damit sind nicht die Pinguine gemeint) zerrte an ihren Nerven, aber die Pinguine trotteten gemeinsam mit der Gruppe Richtung Ausgang.
[Die Spieler hatten verschiedene Ideen um voran zu kommen. Im Buch werden zwei Vorschläge der Deutschen mitgegeben (klettern und mit Pinguinen schleichen), die ich auch eingestreut habe. Die Pinguin Idee erschien den Spielern am erfolgsversprechendsten und sie ergänzend den Plan noch um die Fisch als Lockmittel. Schade nur, das die Kampagne vorsieht, das der Versuch die Pinguine zu lotsen zum Scheitern verurteilt ist. Egal was die Spieler machen, die Pinguine reagieren entweder gar nicht, oder aggressiv. Klar, der Pinguinplan ist irgendwie pulpig, aber einen vom Abenteuer gemachten Vorschlag, pauschal scheitern zu lassen empfinde ich als ziemlichen Mist. 
Mir erschien der Plan schwer und gefährlich, aber nicht unschaffbar! Also hab ich meine Gruppe einen Biologyspend und einige schwere Stability und Stealth Proben abverlangt. Und wie es die Würfel wollten sind auch alle erfolgreich ausgegangen!]
Kurz vor dem Durchgang näherte sich einer der Shoggothen neugierig der Gruppe und schlug mit einen seiner Arme nach Dr. Meyer. Der daraufhin verletzt zu Boden ging.
Unter den Pinguinen brach Panik aus, aber mit vereinten Kräften gelang es den anderen Dr.Meyer loszureißen und gemeinsam durch den Ausgang zu flüchten. Dr Meyer war schwer verletzt und musst weite Strecken getragen werden. Nach langem Umherirren im Untergrund erreichten sie die Oberfläche am großen Platz, wo sich das SME Lager befand.
Es war bereits der Morgen des 10.12 und die Campcrew war dabei das Flugzeug für einen Suchflug über die Stadt vorzubereiten. Die Erleichterung über die Rückkehr der Vermissten war natürlich groß. Sofort wurden die erschöpften Männer in die Zelte gebracht, versorgt und über ihre Erlebnisse ausgefragt.
[Ursprünglich wollte ich das Abgrund Kapitel komplett streichen. Da die Spieler aber, entgegen meiner Annahme, die Falle auslösten, haben ich den Abschnitt stark gekürzt. In seiner vollständigen Form ist der Teil meiner Meinung nach viel zu lang, streckenweise albern und absurd tödlich. Dazu kommt, das oft voraussetzt wird, dass die Spieler Informationen aus dem John Malkovic Railroad Zeitreise Abschnitt besitzen. Und das habe ich ja auch schon gekürzt.
Mit dem jetzigen Verlaub bin ich aber recht zufrieden. Ein wenig ärgerlich war nur das absurd abnormale Würfelglück meiner Spieler :D]

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