Samstag, 22. August 2015

Eternal Lies - Das Geheimnis von Walter Winston

Hier die (vorläufige) Übersicht der Eternal Lies Berichte.
[Spielleiterkommentare in blau]

Ich werde diesen Kampagnenbericht knapper als den Berge es Wahnsinns Bericht halten und nicht alle Inhalte und Zusammenhänge erläutern. Stattdessen möchte ich mehr auf Besonderheiten, Auffälligkeiten und Anpassungen eingehen. Sprich, wer die Kampagne nicht kennt, wird hier nicht alle Informationen bekommen und könnte den Faden verlieren.
Zum Einstieg der Kampagne gab ich den Spielern folgende Vorabinformation zur Kampagne:
A wealthy benefactor — Janet Winston-Rogers, daughter of entrepreneur and armchair occultist Walter Winston — confronted with a family mystery reaches out to one or more of the Investigators, offering money and resources to solve it. Most Investigators are invited directly by Mrs. Winston-Rogers, but others may be drawn in by other invited nvestigators. The protagonists of this campaign all agree to the investigation because they are Investigators — because they are the players’ characters.
Danach frage ich sie wie und warum ihre Charaktere von Mrs Winston Roger eingeladen wurden: 

  • Der erfolglose Author Montgomery Stone wurde Mrs. Winston Rogers von seinen alten Captain Maximilian Kruger empfohlen. 
  • Father George McLaughlin ist Cardinal Hughes wegen seiner unkonventionellen Art schon lange ein Dorn im Auge. Darum war McLaughlin auch seine erste Wahl, als er von der wohlhabenden Mrs Winston-Rogers eine Anfrage nach geistlicher Unterstützung für ihren Fall bat. 
  • Für Fitz-Gerald Copperworth war es als Ziehsohn der Familie Winston natürlich naheliegend der Bitte seiner Stiefschwester zu folgen.

Durch diese kleinen Eingangsgeschichten bekam man schon einen guten Ersteindruck von den Charakteren. Die Spieler nutzen bereits hier die Gelegenheit um ihre Sources of Stability einzubeziehen. 

Die Gruppe traf Janet Winston-Rogers in einem Flugzeughanger außerhalb von New Jersey. Darin gab es einen mit Teppich ausgelegten Sitzbereich der durch Bücherregalen vom Rest des Hangars abgetrennt war. Janet Winston-Rogers gab ihnen dort den Auftrag herausfinden was ihrem verstorbenen Vater, Walter Winston, 1924 so sehr veränderte, das er den Rest seines Lebens freudlos und paranoid verbrachte. Etwas schreckliches muss damals passiert sein und sie will endlich Gewissheit über die Taten ihres Vaters. Muss sie sich für ihn schähmen, oder kann sie stolz auf ihn sein? Und gibt es womöglich noch eine Gefahr für sie und ihre Familie?
Der einzigen Hinweis auf die damaligen Geschehnisse sind ein Bündel Briefe an einen gewissen Douglas Henslow aus Savannah. Mrs Winston stellt der Gruppe alle notwendigen Mittel für die Ermittlungen bereit. Darunter das Privatflugzeug der Familie.
Neben dem Flugzeug und der Bibliothek ihres Vaters stellte Mrs Winston ihnen 2 Punkte Credit Rating für die Ermittlungen zur Verfügung. Den Spielern wurde ziemlich schnell klar das der Hangar so etwas wie ihre "Base of Operations" werden würde. Da die Charaktere nicht alle Fertigkeiten abdecken, habe ich der Bibliothek später noch einen flexiblen Poolpunkt für eine naturwissenschaftliche Fertigkeit vergeben. 
Die ganze Einstiegsszene hat mir sehr gut gefallen und kam auch bein den Spielern positiv an.

Die Briefe von Douglas Henslow kamen über mehrere Jahre von 2 verschiedenen Absender Adressen in Savannah. Es war eindeutig das Henslow an den Ereignissen 1924 beteiligt war. In den Briefen bat er Walter Winston vergeblich um eine Antwort. Die Gruppe machte sich also auf den Weg nach Savannah.
Die erste Adresse führte die Charaktere ins Sanatorium "Joy Groove". Henslow war hier Patient. Er erzählte ihnen davon wie er, Walter und einige Andere 1924 einen gewalttätigen und drogenhandelnden Kult in LA aufspürten. Dort beschwor der Kult eine blasphemische Kreatur und es kam zu einen Massaker zwischen ihnen und den Kultisten. An viel mehr kann er sich aufgrund seines geistigen Zustands und der Medikamente nicht mehr erinnern. Nur das Edgar Job, einer der Kultisten auch hier in Behandlung ist.

Da es sich bei Job um einen sehr gefährlichen Patienten handelt wollte er behandelnde Art die Ermittler zuerst nicht mit ihm sprechen lassen. Durch eine großzügige Spende [einer von Janet's Credit Rating Punkten] konnte er aber doch überzeugt werden. Job stand bei dem Gespräch unter starken Medikamenten. Bevor er den Kult beitrat war er Student an der UCLA. Er erzählte ihnen von den Kult, den Orgien und ihren 

Anführer Echavarria. Sie beteten eine Gottheit namens Gol-Goroth an, welchen sie in dieser Nacht 1924 beschwören wollten. Und sie hatten Erfolg! Doch als der Gott erschien traten gleichzeitig die Ermittler auf den Gelände und das große Schlachtfest begann. 
Es kam ihnen eigenartig vor, das sowohl der Kultist als auch der Ermittler ähnliche Wahnvorstellungen teilten und auch der behandelnde Doktor bestätigt das dieser Fall führ ihn Einzigartig ist.

In Henslow's Anwesen sprachen die Charaktere mit seiner Mutter und dem Hausverwalter. Über die von Douglas hinterlassenen Hinweise fanden sie eine, auf dem Familienfriedhof vergrabene, Kiste. In dieser befand sich ein Stein mit seltsamen Ritzungen, ein Brief an Walter Winston, ein Buch und ein Schlüssel. Laut Brief gehört der Schlüssel zu einem Schließfach in einer Bank in Long Beach. In dem Buch trug Henslow seine Erinnerungen an die Ermittlungen zusammen, darunter viele verstörende Zeichnungen der angeblich beschworenen Wesenheit.

Alle Spuren führten also Richtung Los Angeles.

Das Savannah Kapitel lebt sehr stark von den markanten Örtlichkeiten und der Szenerie. Das extrem schwüle Wetter, die Sümpfe, das Sanatorium, Henslow's heruntergekommenes Anwesen und die Ausgrabung auf dem Friedhof sind schön beschrieben und leicht zu vermitteln. Und die teilweise sehr creepigen NSCs machten mir als SL auch sehr viel Freude.
Besonders viel improvisieren musste ich auch nicht. Lediglich bei der Suche auf Henslow's Anwesen taten sich die Spieler etwas schwer, da sie sich nicht direkt alle gefundenen Spuren genauer ansahen.
Auch schön, das direkt zum Kampagneneinstieg den Spielern mit Henslow's Notizen quasi ein Mythosbuch in die Hand gedrückt wird. Das Buch bringt zwar keine wirklich neuen Spuren oder gar Zauber zutage, doch der zu erhaltene Punkt in Cthulhumythos zeigt schon wo die Reise hingeht. Bei uns war es übrigens Copperworth, der sich eingehender mit den Notizen vertraut machte.

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