Sonntag, 27. September 2015

Eternal Lies - Akt 1 Ermittlungen in Los Angeles

Bevor es mit Los Angeles weiterging gab es leider keinen kleinen Rückschlag für unsere Kampagne. Einer der Mitspieler stieg aus terminlichen Gründen  aus und ein neue Spieler nahm seinen Platz ein. Er übernahm die Rolle des 65 jährigen deutschen Rechtsprofessors Dr. Karl Preisendanz. Er ist ein alter Vertrauter von Walter Winston und wurde nun von seiner Tochter zur Unterstützung der Ermittlungen engagiert.

In Los Angeles machen sich die durchdachte Struktur der Kampagnenspuren langsam bemerkbar. Es gibt zwar ein paar "Sackgassen", diese vermitteln aber dennoch Informationen und sind aufgrund der Menge an Spuren in unterschiedliche Richtungen kein wirkliches Problem. Was den Spielern besonders positiv auffiel war, das Aussagen und Informationen mitunter von unterschiedlichen Quellen bestätigt wurden. Um den Überblick zu behalten ist es für die Spieler eigentlich unvermeidbar sich Notizen zu machen oder, wie einer meiner Mitspieler, eine MindMap zu pflegen.

Insgesamt haben wir 9 Sessions in Akt 1 verbracht. Hier ein paar bemerkenswerte und interessante Punkte aus unserer Runde:
  • Meine Spieler hatten unheimlichen Respekt vor mutmaßlichen Kultmitgliedern. Man war sehr vorsichtig damit Kontakt mit Professor Ayers aufzunehmen und die Spur zum Buchhalter wurde bis zum Ende des Kapitels fast völlig ignoriert. Schließlich steckt er mit dem Kult unter einer Decke! Als dann der Anführer des Kultes (Trammel) endlich ausfindig gemacht wurde, war die erste Idee der Gruppe allerdings direkt bei ihn zu klingeln und offensiv vorzugehen. Am Ende sind sie dann aber doch anders vorgegangen.
  • An der Interaktion mit den Fotos aus dem Schließfach hatte die Gruppe eine menge Spaß. (Wer verwart die Bilder und wer sucht darauf nach Hinweisen?).
  • Der, von der Gruppe engagierte, Taxifahrer wurde vom gesichtslosen NSC zum Pulpmagazin-Fan Spencer. Für mich dient er außerdem als eine Art Werkzeug um die Gruppe vor wirklich dummen Ideen zu warnen bzw auch mal etwas Bewegung in lange Planungen zu bringen ("Also das Phantom hat in einer ähnlichen Situation mal...") . Inzwischen fungiert er sogar als so etwas wie ein Ersatzcharakter für den Notfall.
  • Die Szene an der abgebrannten Scheune ist meiner Meinung nach zu kurz und uninformativ geraten. Meine Spieler schienen etwas unbefriedigt über die spärlichen Informationen und nahmen das Grundstück ziemlich genau unter die Lupe. Als einer der Spieler einen Evidence Collection Punkt bei der Suche in der Scheune investieren wollte, lies ich ihn eine fast leere Nektarphiole an einer Kette finden. Dieser Fund war nicht wirklich weltbewegend, aber sehr hilfreich bei den Ermittlung mit Nektarabhängigen.
  • Es wurden ständig die Namen von Walter Winston, Douglas Henslow, Janet Winston-Rogers und anderen NSCs durcheinander gebracht. So war mitunter die Rede von Douglas Rogers oder Winston Walters :)
Das Finale von Akt 1
Die Konfrontation in der Villa des Kultanführers Trammel verlief anfangs sehr gut. Professor Preisendanz hat sich als Nektarkonsument ausgegeben und wollte sich an den Orgien im Haus beteiligen. Einmal im Haus sollte er dann den anderen den Zugang ermöglichen. Als er aber im Keller ankam nahm er, um seine Tarnung aufrecht zu halten, Nektar und dann alles lief alles etwas anders als geplant.
Während Preisendanz sich im Keller vergnügte, schlichen sich die anderen beiden über einen Hintereingang ins Haus. Als Preisendanz in einen mehr oder weniger klaren Moment den riesigen Schlund in der Kellerwand gewahr wurde, eskalierte die Situation im Keller und es wäre fast zu einen TPK gekommen. Schwer angeschlagen gelang der Gruppe aber die Flucht aus der Villa.
Die weiterführenden Spuren haben die Spieler allerdings verpasst. Also musste ich etwas improvisieren.
Ein Polizeikontakt der Gruppe wurde gebeten einige Beamte abzustellen, um das Anwesen im Auge zu behalten. Er konnte berichten, das Trammel von seinen Leuten im Roosevelt Hotel untergebracht wurde. Man entscheid sich daraufhin dazu das Hotel mal genauer anzusehen. Dort kam es zu einen spektakulären Einbruch in der Präsidenten Suite, inklusive vertigoartiger Kletterpartie. bei dem die Spieler Trammel's Aufzeichnungen entwenden konnten. Diese Aufzeichnungen enthalten Spuren zu anderen Zellen des Kultes rund um den Globus.
Die Charaktere wollten Los Angeles aber nicht einfach so verlassen. Der Kult konnte schließlich problemlos weiteroperieren und aus den Geschehnissen seine Konsequenzen ziehen. Um Trammel möglichst viele Steine in den Weg zu legen nahmen die Spieler nun doch Kontakt zum alten Buchalter auf. Dieser arbeitete seit den Geschehnissen 1924 zwar nicht mehr für den Kult, nach einigen überzeugenden Argumenten der Charaktere konnte er sie aber mit alten Unterlagen aus Echavarrias Nachlass versorgen. Mit diesen Unterlagen war es möglich die Steuerbehörde auf Trammel's Spur zu bringen und ihm so einige Steine in den Weg legen, während die Gruppe in andere Richtungen weiter ermittelt.

Trammels Aufzeichnungen
"Trammel's Testament" ist so etwas wie das Schlüsselhandout der Kampagne. Es öffnet den Weg in  fast allen Lokationen des zweiten Akts der Kampagne. Um so schlimmer ist es meiner Meinung nach, das hierfür kein offizielles Handout mitgeliefert wird. Man bekommt stattdessen eine einseitge Zusammenfassung des Inhalts, die man aber aufgrund der erklärenden SL Informationen nicht einfach so rausgeben kann. Das ist wirklich Schade. Aber dafür ist es um so toller, das es hierzu einige wirklich gute Fanhandouts gibt. Und ergänzend hab ich auch noch eine eigene Zusammenfassung des Inhalts für meine Spieler getippt.
Die Gruppe war sich lange uneinig darüber welches Ziel als nächstes angesteuert werden sollte. Einige Ziele schienen weitere Informationen zu den Gott des Kultes und den schrecklichen Mündern zu liefern (Äthopien und Bangkok) während andere Ziele eher auf die Machenschaften des Kultes abzielen (Malta und Mexiko). Am Ende haben sie sich für Mexiko entschieden. Dies ist am nächsten dran und die Charaktere versprachen sich davon den Kult an einer empfindlichen Stelle zu treffen.

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