Donnerstag, 5. Mai 2016

Eternal Lies - Akt 2.4 Yucatan

Die Ereignisse in Bangkok brachten einige neue Erkenntnisse zum ursprünglichen Ritual und den Theorien der Kultführerin. Die Identität der Mäuler war aber noch immer ein Geheimnis. Das sich der Körper der Münder unter einem Berg befinden muss war inzwischen klar, doch braucht es anscheinend auch eine Art Schlüssel um an ihn ran zu kommen. Da der Bangkok-Kult auch Interesse an Brookes' Yucatan Expedition hatte, war dies das nächste logische Ziel. Die Expedition suchte einen versteckter Maya Tempel, der in Bezug zu Gol Goroth stehen soll. Vielleicht findet man dort den Schlüssel.

In Yucatan verbrachten wir 4 Sessions.
  • Vor dem Aufbrauch hat die Gruppe sich erst einmal zu Hause erholt. Hierbei gab es einige beunruhigende Ereignisse und Begegnungen. Fitz wurde ein ungewöhnliches Buch übergeben, Monte bemerkte das der Nektar es anscheinend sogar schon in seine Stammkneipe geschafft hat und Karl's Frau berichtete von einen ihm unbekannten Besucher während seiner Abwesenheit.  [Die Begegnungen schöpfte ich aus den reichhaltigen Fundus an Floating Scenes für Akt 2. Die Dinger sind wirklich ganz große Klasse um das persönliche Charakterumfeld ohne viel Mühe mit einzubringen. Ich glaub das Gruppen, die sich mehr Zeit nehmen und sich gerne ins intensive Stimmungsspiel reinsteigern, hieraus sicher noch mehr Spiel herausziehen können.]
  • Nach der Ankunft wurden zuerst Recherchen zu Brooks' Expedition und deren Ziel (Chichén Xorxul) angestellt. Hierbei half eine kleine Spende an die Universität von Merida.
  • Die Bewerbungsgespräche mit den drei potentiellen Expeditionsführern haben sehr viel Spaß gemacht. Wobei die Gruppe sich eigentlich schon vor den Interviews für den Amerikaner entschieden hat :)
  • Bei den Vorbereitungen wurde explizit auf die Mitnahme von Dynamit bestanden. Vielleicht müsse man ja einen Tempel sprengen.
  • Der Besuch beim Großgrundbesitzer verlief sehr freundlich und entgegenkommend, was die Gruppe zunächst etwas irritierte aber es muss ja nicht immer alles schlecht sein. Da es bereits bei den Bergen des Wahnsinns gut ankam, nutze ich die Gelegenheit um den Fokus auf die realen Verknüpfungen (der Maler und den Vorfahren des Gastgebers) zu legen.
  • Bei der Reise im Dschungel war ich anfangs unsicher ob die paar kurzen Ereignisse und Beschreibungen ausreichen würden oder ob das ganze nicht zu fokussiert und kurz wird. Im Nachgespräch kamen die Reise aber positiv an.
  • Die erste Begegnung mit den Banditen führte zu einigen Spekulationen auf Spielerseite. Einige Ideen gingen hierbei in eine ganz gute Richtung. Bei der eigentlichen Konfrontation blieben einige Träger auf der Strecke.
  • In Chichén Xorxul steuerte die Gruppe zuerst die Säulenplattform an. Dort sammelte sich die Gruppe. Dabei erledigte einer der Xoxul Krieger unbemerkt einen weiteren Träger. Die gefundene Leiche förderte natürlich die Paranoia und man wollte sich auf den Weg zur Pyramide machen.
  • Auf dem Weg zur Pyramide erschienen die "geisterhaften" Xoxul Krieger, welche aber vor einer Auseinandersetzung verschwanden. Gefährlicher wurde das "Biest von Golxumal", welches den letzten Träger verschlang bevor sich der Rest in die Pyramide rettet. Mit einer wagemutigen Sprint zurück rettet Monte das zurückgelassene Dynamit. [Ausgerechnet hier habe ich vergessen die Stabiwürfe einzufordern. Das hat mich vielleicht geärgert! :D ]
  • Als erstes wurde der unterirdische Teil der Pyramide erkundet. Die Würfelfalle im Gang beschäftigte die Gruppe kurz und die Begegnung mit dem gefangenen, geisterhaften Konquistadore unterstrich die Theorie um eine Art Zeit oder Dimensionsverschiebung. Da keiner in der Gruppe Physics hat blieb es aber bei diesen Spekulationen. [Ich hab lange überlegt ob ich die Falle einsetzen soll. Eigentlich ist sie Quatsch. Ich entschied mich trotzdem für die Falle weil ich gerne ein Indiana Jones Element haben wollte. Im Nachgang hat sie das Spiel aber unnötig ausgebremst, weshalb ich vom Einsatz eher abrate.]
  • In den unterirdischen Höhlen warfen die eigenartigen Steine einige Fragen auf. [Kein Geology oder Physics in der Gruppe] Auf gut Glück wurde einer der Steine eingepackt [Offplay wurde darüber gescherzt wie gemein es doch wäre wenn es sich um Uran o.ä. handeln würde]
  • Oben im Altarraum lief alles wie vorgesehen. Der gefangene Alvar wurde befreit, flüchtete die Pyramide herunter, wurde durch einen Schuss aufgehalten und bewusstlos gefangen genommen.
  • Die Visionen im Observatorium liefen wie vorgesehen ab.[Eigentlich eine schöne Sequenz doch leider sehr Geisterbahnartig ohne mögliche Einflussnahme durch die Charaktere. Die einzige wirkliche Stresssituation kam bei der Hitzeentwicklung in der dritten Phase auf. Hier hat die Gruppe den Wechselzyklus mit den Zauber beschleunigt um keinen weiteren Schaden zu erleiden. Ein "Fehler" war es, den Spielern im Vorfeld zu sagen das in der Szene nur der höchste Stabilitätsverlust gilt, Dies führte dazu das nur bei eindeutig kritischen Proben Punkte eingesetzt wurden. Besser wäre es vielleicht gewesen wenn ich nur gesagt hätte, das der Stabiverlust erst am Ende der Szene mitgeteilt wird.]
  • Beim anschließendem Zusammentreffen mit Gol Goroth konnte die Gruppe einiges über die Münder und sich selbst erfahren. Das Angebot seiner Unterstützung wurde angenommen, so das sie nun auch seinen Beschwörungszauber kennen. [Die Alexandrian Dokumente geben hier einige gute Tipps um die Visionen und die Kommunikation mit dem großen Alten interessanter zu gestallten. So mussten die Charaktere bei jeder Frage an ihm "visuell" formulieren und eine eine ähnlich gelagerte Frage selbst beantworten. Bei dem Hilfsangebot hab ich die Gruppe ohne Absprache abstimmen lassen. Karl war, aufgrund seiner bisherigen Erfahrungen, der Einzige der dagegen war. Beim abschließenden Stabiverlust führte Monte mit 10. Die anderen beiden kamen mit unter 5 Punkten überraschen günstig davon. ]
Trotz einiger schwieriger Stellen (die Reise und alles ab dem Altarraum) war das Yucatan Kapitel mMn eins der besten Abschnitte der Kampagne. Besonders gefallen hat mir der Anfang in Merida. Schön ist auch das trotz der Geradlinigkeit des Abenteuers einige wichtige Entscheidungen getroffen werden müssen  (Die Entscheidung für den Führer, das Vorgehen in Chichén Xorxul und natürlich das Angebot von Gol Goroth).
Was über die ganze Kampagne langsam auffällt ist, das die Spieler auf den großen Schritt nach vorne warten. Yucatan hat ihnen zwar ein Treffen mit Gol Goroth, Zauber und einige Informationen eingebracht, aber so wirklich voran kommen sie mit ihrer Suche nach den Lügner nicht. Das ist zum Teil der Struktur der Kampagne geschuldet, allerdings wurden auch viele Informationen von der Gruppe verpasst oder vernichtet. Unabhängig davon funktioniert die Kampagne aber dennoch.
Als letzte offene Station geht es nun nach Malta.

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