Dienstag, 1. November 2016

Eternal Lies - Akt 3 Tibet und Finale

In ihrem Abenteuer auf Malte konnte die Gruppe erfahren das sich der Weg zum Körper der Münder nur in einer Mondlosen Nacht offenbart. Das nächste, und wahrscheinlich auch letzte, Ziel war nun der Mount Kailash in Tibet.


Für Tibet brauchten wir 2 Sessions.
  • Direkt zum Anfang des Kapitels musste erst einmal gemeinsam rekapituliert werden welche Spuren eigentlich vorliegen und worauf man sich nun vorbereiten muss. 
  • Da es allen klar war das es nach dieser Reise möglicherweise kein zurück geben wird, habe ich den Spielern relativ frei ihre Vorhaben und Szenen mit den Sources of Stability gestallten lassen und auf weitere Komplikationen verzichtet.
  • Vor Aufbrauch traf sich die Gruppe noch einmal mit der Auftraggeberin Winston Rogers und erstattete Bericht. Hierbei kam auch zur Sprache das man in Tibet eine große Menge Sprengstoff benötigen wird. Winston Roger wollte sich hierum kümmern.
  • Die Reise hab ich relativ knapp gehalten. Bei ihrer Ankunft erhielt die Gruppe ein Telegramm in der Winston Rogers die Gruppe auf den Sprengmeister MacEwan verwies.
  • Bei der Reise zum Berg gab es keine besonderen Auffälligkeiten. Der trinkende Führer und der verrückte Schotte, samt Sprengstoffträger, wurden zum Berg mitgenommen. 
  • Gegenüber der Bevölkerung gaben sie sich als Prospektoren, die tiefer im Gebirge nach Erzen suchen, aus.
  • Auf die Frage warum der Berg Kailash heilig ist, war ich blöderweise nicht vorbereitet. Da das Abenteuer hierzu keine Informationen liefert (oder ich diese überlesen habe), musste ich schnell den Wikipediaartikel überfliegen. Hierbei stellte sich heraus, dass die Mythologie um den Berg extrem gut auf die Kampagne passt. Angehende SLs sollten sich den Artikel also auf jeden Fall ansehen.
  • Bei der Bergbesteigung nutzte ich die "Schnell-Sicher-Versteckt" Metaregeln, inklusive der Ergänzungen von The Alexandrian. Die Planung und Punkteverteilung ist gut angekommen. Am Ende einigte sich die Gruppe übrigens auf Sicher 1, Schnell 2, Versteckt 1. [Beim Einsatz der Mechanik sollte man beachten, des die "Schnell" Probe eigentlich nur dann wirklich Sinn macht, wenn der Gruppe der Zauber zur Verdunklung der Sterne bekannt ist. Nur so kann die Verspätung unter Einsatz des Zaubers und der entsprechenden Ressourcen ausgeglichen werden.]
  • Auch beim Abseilen in den Schlund nutze ich die ergänzten Regeln. As written ist der Schlund von Beginn an eine poolpunktfressende Supertodesfalle. Mit den Ergänzungen skaliert der Schlund besser, ist unvorhersehbarer und ist noch immer herausfordernd. Da ich bei den Bedrohungen immer sehr niedrig gewürfelt habe, blieben die richtig großen Gefahren leider aus.
  • Die Gruppe seilte sich fast vollständig in den Schlund ab. Kurz vor dem Ende blieb Monte zurück und wartete. Bevor Karl mit Fitz tiefer kletterte, übergab er Monte sein Tagebuch, das er seiner Tochter übergeben sollte. Unten angekommen brachten sie die Sprengladungen an. Karl wollte unten bleiben um sicherzustellen, dass das Dynamit auch zündet. Doch Monte, der den Drive "Karl Follower" hat, lies das Tagebuch zu ihm runter fallen, damit er es selbst seiner Tochter übergeben kann. Also zündete er Karl die Lunte und lies sich dann von den anderen hochziehen. 
  • Mit einen, von Monte vorbereiteten, Tor Zauber zurück zum See, verließen sie gemeinsam den Schacht.
  • Am See angekommen beobachteten sie die Sprengung der Bergspitze aus der Ferne und erlagen der anschließenden Vision. Hierbei endete dann auch Karl's Ritt am Rande des Wahnsinns und er wurde völlig katatonisch.
Nach der kurzen prophezeienden Vision haben wir dann die Session beendet. Da das Ende des Tibet Kapitels "abschließend" wirkt, waren meine Spieler über meine Frage nach den nächsten Spieltermin doch etwas irritiert.
Insgesamt ist das Tibet Kapitel vergleichsweise kurz und geradlinig. Die Metaregeln zum Bergaufstieg und den Schlund haben mir und den Spielern aber sehr gut gefallen. 
Für das Finale brauchten wir nur noch eine abschließende Session. Karl's Spieler übernahm hierbei die Rolle von Spencer, den Fahrer der Gruppe.
  • Nach der Vernichtung des Lügners brach nun langsam die Apokalypse über die Erde los. Die Gruppe rätselte lange über die möglichen Ursachen und Zusammenhänge mit dem Lügner. [Diese Stelle war für mich als SL besonders schwer. Zahlreiche Informationen, insbesondere zum Azatoth Zusammenhang, wurden von der Gruppe übersehen oder vernichtet. Dazu kam die Menge an Informationen, die unvollständigen Notizen und die inzwischen verstrichene Zeit. Oft sass die Gruppe mit ihren Ideen und Spekulationen fest oder war auf einen völlig falschen Dampfer. Ich fand es äußerst schwierig die Spieler in ihren Spekulationen in eine vernünftige Richtung zu dirigieren, ohne dabei alles zu verraten. Für das ein oder andere Punkteangebot in passenden Fähigkeiten ließ ich aber ein paar Tipps springen.]
  • Als ihnen klar wurde, dass die Beseitigung des Lügners offensichtlich etwas viel schlimmeres "geweckt" hat, machten sie sich auf den Weg zu ihrer Auftraggeberin, Winston-Rogers. Ihr Anwesen war verlassen. Die Gruppe fand ihre Leiche, mit zahlreichen Medikamenten und Alkohol, in ihrem Bett. In einen Mülleimer befanden sich mehrere abgebrochene Abschiedsbriefe. Darin mutmaßte sie u.a. das die Gruppe in Tibet gescheitert sein muss und sie deshalb selbst für die Apokalypse verantwortlich sei. [Mit etwas Vorbereitung hätte man sicher mehr aus dem Besuch machen können, allerdings war ich darauf nicht wirklich vorbereitet und musste die Szene schnell improvisieren]
  • Um weitere Informationen zu bekommen wollte die Gruppe wieder zum den Ursprung zurückkehren und entweder Trammel oder Edgar Job ausfindig machen. Sie entschieden sich für Letzteren. [Über Job's Rolle wurde über die ganze Kampagne hinweg immer wieder wild spekuliert, in sofern fiel der Gruppe die Entscheidung leicht]
  • Die Gruppe erreichte den apokalyptischen Sturm Savannahs und fand Edgar Job in den Überresten des Joy Grove Sanatoriums. Es war offensichtlich das der Sturms von ihm aus ging. [Hier fingen wieder wilde Spekulationen an und wieder war ich in die undankbare Situation der Gruppe mit den Zaunpfahl zu winken. Eine ihrer Thesen besagte beispielsweise, das Job als Wirt für Nyarlathotep dient und man ihm am besten mit dem Bannritual aus Malta bezwingen könnte. Da das Ritual aber nicht einfach und die Sanitywerte der Gruppe auch schon angegriffen waren, wies ich darauf hin das man ja versuchen könnte mit Job zu reden...]
  • Job erzählte ihnen was passiert ist. das er nicht sterben kann und das er das Gefühl hat, das sich das Universum auf ihn Zentriert. [Langsam wurde das Bild klarer: Job war offensichtlich der Fokus oder das das Ziel einer extrem mächtigen Mythoswesenheit. Wieder wurde in verschiedene Richtungen überlegt. Als die Gruppe schließlich auf die Idee kam Job durch ein Tor in eine andere Welt zu schicken ist mir doch ein Stein vom Herzen gefallen.]
  • Der Tor Zauber gelang und Spencer konnte Job überzeugen das Richtig zu tun (Willst du das Echavaria gewinnt?). Also verließ Job unsere Welt und langsam kehrte wieder Ruhe auf der Erde ein. Die Welt war gerettet.
Und damit haben wir Eternal Lies dann auch abgeschlossen. Es war zwar der kürzeste, aber auch anstrengendste Abschnitt der Kampagne.

Mein Fazit zur Kampagne werde ich in den nächsten Tagen posten.

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